Pressespiegel

FAZ vom 06.07.2010

Eine Million Euro Überschuss bei Baugesellschaft

Kommunales Unternehmen HWB mit 70 Millionen Euro Bilanzsumme / Vermietung und Tätigkeit als Bauträger

höv. HOFHEIM. Die Hofhelmer Wohnungsbau GmbH wächst. Im vergangenen Jahr erreichte die kommunale Baugesellschaft eine Bilanzsumme von 70,1 Millionen Euro, wie ihr Geschäftsführer Josef Mayr sagte. Das seien fast 20 Millionen Euro mehr als vier Jahre zuvor, 2005 habe die Bilanzsumme 53,2 Millionen Euro betragen.

Auch der Jahresabschluss für 2009 ist nach den Worten des Geschäftsführers besser als in den Jahren zuvor: Im vergangenen Jahr habe die Gesellschaft eine Million Euro Uberschuss erzielt. Im Jahr 2005 habe die HWB einen Überschuss von einer knappen halben Million Euro erreicht. Der Überschuss werde in Neubauten investiert, sagte Mayr. Denn auch eine kommunale Gesellschaft müsse Investitionen zum Teil mit eigenem Kapital leisten. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens bezifferte der Geschäftsführer auf fast 20 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote liege damit bei 28,5 Prozent. Die HWB beschäftige 30 Mitarbeiter.

Das Kerngeschäft der 1926 gegründeten Gesellschaft sei noch immer der Bau und die Vermietung von Wohnungen. Da neben betätige sich die HWB auch als Bauträger, so habe das Unternehmen etwa ein Haus mit Eigentumswohnungen und Parkhaus an der Hauptstraße errichtet. Nach den Worten der Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) handelt die kommunale Gesellschaft nicht allein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, wenn sie als Bauträger auftritt. Vielmehr richte sie sich nach den Zielen der Stadtentwicklung. Außerhalb Hofheims solle die HWB deshalb nicht als Bauträger aktiv werden. Bei den Bauträgerprojekten wie dem Bau von Eigentumswohnungen könne die HWB aber Gewinn erwirtschaften. Das ermögliche ihr, bei der Vermietung von Wohnungen nicht das Maximum der erzielbaren Miete auszureizen.

Das Haus an der oberen Hauptstraße sei fast fertig, dort habe man 7,6 Millionen Euro investiert, berichtete Mayr. Sieben der 20 Eigentumswohnungen seien schon verkauft. Das Bürger- und Vereinszentrum, das die HWB an der Ahornstraße in Marxheim baue, koste rund 3,6 Millionen Euro und werde noch in diesem Jahr fertig. Auf der Baustelle gegenüber dem Rathaus habe man in diesen Tagen Richtfest gefeiert. Das Gebäude mit 21 Wohnungen, davon 16 öffentlich gefördert, und fünf Büros für 1,5 Millionen Euro könne im nächsten Jahr bezogen werden. Nach Mayrs Worten gehören der Baugesellschaf fast 1600 Wohnungen in verschiedenen Gebäuden in der Kreisstadt. Davon seien 56 Prozent öffentlich geförderte Sozialwohnungen. Ihr Anteil sei rückläufig, weil mit der Zeit die Sozialbindung, die die Höhe der Miete vorschreibe, für die einzelnen Wohnungen auslaufe. Die Nachfrage nach Sozialwohnungen sei besonders groß. Von 307 Wohnungssuchenden, die bei der HWB registriert seien, wünschten sich 211, also zwei Drittel, eine Sozialwohnung. Die übrigen 96 hätten sich für eine frei finanzierte Wohnung beworben.

Die Fluktuation sei in den vergangenen Jahren geringer geworden. Im vergangenen Jahr seien 36 Wohnungen frei geworden, zwei Jahre zuvor habe in 106 Appartements der Mieter gewechselt.

   
 
 
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