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Höchster Kreisblatt vom 06.07.2010 Eine Million Euro Gewinn Die städtische Wohnungsbaugesellschaft legt ihre Bilanz vor Die HWB hat sich zu einer Stadtentwicklungsgesellschaft gewandelt. Aber der Bau und die Vermietung von Sozialwohnungen sollen das Kerngeschäft bleiben. VON MANFRED BECHT Hofheim. 1577 Wohnungen besitzt die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB), das ist zweifellos viel. 307 Namen stehen auf der Liste derer, die sich um eine solche Wohnung bewerben, das ist ebenfalls viel. Aber: Immer seltener werden Wohnungen frei: 106 Neuvermietungen wurden im Jahr 2007 registriert, 2009 waren es nur noch 69. Das ist schlecht für die Wohnungssuchenden. Immer seltener wird etwas frei. Für die HWB ist das dagegen gut, denn jeder Mieterwechsel kostet Geld. Die HWB werde daher auch künftig Wohnungen bauen, kündigten Geschäftsführer Josef Mayr und die Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeisterin Gisela Stang, gestern bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2009 an. Diese fällt gut aus: Die Bilanzsumme – nach Mayrs Worten so etwas wie der Wert des Unternehmens – ist seit 2005 kontinuierlich von 53,2, auf 70,1 Millionen gestiegen, der Gewinn – die Gesellschaft erwirtschaftet seit Jahren Überschüsse – ist mit etwas mehr als einer Million aus Hofheimer Sicht zufriedenstellend ausgefallen. Stang: „So etwas ist selten für städtische Wohnungsbaugesellschaften.“ Die Gewinne werden freilich nicht auf dem Sparbuch der HWB angesammelt, betont Mayr. Eigenkapital sei notwendig, um neue Projekte zu bezahlen – die Banken geben zwar gerne Kredite, finanzieren aber nicht zu 100 Prozent. Neue Projekte aber müssen her, um den Abstand zwischen Wohnungsangebot und Nachfrage nicht noch größer werden zu lassen. Zu neuen Wohnungsbauvorhaben im Einzelnen wollen sich die Verantwortlichen noch nicht äußern; das nächste größere Projekt wird wohl im Diedenberger Kiebitzweg realisiert (das HK berichtete). Daneben gibt die HWB auch viel Geld für die Sanierung des Wohnungsbestandes aus; auf dem Programm für 2010 stehen noch drei Vorhaben mit zusammen 41 Wohnungen im Königsberger Weg, an der Zeil und im Schlesierweg. Zusammengerechnet 2,2 Millionen Euro werden für Dämmung, Fenster, Bäder und anderes ausgegeben. Eigenkapital braucht die Wohnungsbaugesellschaft auch, um Projekte umzusetzen, die für die Stadt von besonderem Interesse sind – etwa aus städtebaulichen Gründen – die aber private Investoren nicht anpacken wollen. Mayr nennt das Projekt in der oberen Hauptstraße, das HWB-Forum und das Bürgerhaus Marxheim als Beispiele. Auch das eine oder andere Reihenhausprojekt, wie etwa am Liederbacher Weg bereits realisiert, könne für die HWB sinnvoll sein, sind sich Stang und Mayr einig. Aber generell sei es nicht die Aufgabe der HWB, als Konkurrent kommerzieller Bauträger aufzutreten. |
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