Pressespiegel

Main Taunus Kurier vom 06.07.2010

Bilanzsumme jetzt 70 Millionen Euro

WOHNUNGSBAU Bürgermeisterin stolz über „gesunde“ Gesellschaft/ Bedarf an günstigem Wohnraum wie überall im Rhein-Main-Gebiet

VON MARTINA WEYAND-ONG

Die Bilanzsumme der Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) ist seit 2005 um knapp 20 auf 70 Millionen Euro gestiegen. „Dieser Jahresabschluss zeigt, dass die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft nicht nur klassischer Vermieter ist, sondern auch als Stadtentwicklungsgesellschaft tätig ist“, betonte Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) stolz bei der Bilanzpressekonferenz. stang ist kraft Amtes Aufsichtratsvorsitzende der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft. Die HWB baue für breitere Schichten und auch für Menschen mit besonderem Hintergrund wie ältere Singles, Großfamilien und Behinderte, so Stang. Durch die steile Entwicklung der Bilanz könne auch etwas in die Rücklage des Unternehmens gesteckt werden. Außerdem seien so auch Investitionen möglich wie beispielsweise auch im Bereich des sozialen Managements, betonte die Aufsichtsratschefin.

Ebenso rasant wie die Bilanz hat sich der Jahresüberschuss entwickelt, der von 435 000 Euro im Jahr 2005 auf 1,027 Millionen Euro zum Abschluss des Geschäftsjahres 2009 gestiegen ist. Auch die Eigenkapitalquote von 28,5 Prozent (knapp 20 Millionen Euro) zeige, wie gesund das Unternehmen sei, betonte Geschäftsführer Josef Mayr. Das sei auch wichtig für neue Projekte wie am Kiebitzweg auf dem Areal der ehemaligen Asylbewerberunterkunft in Diedenbergen, das für das kommende Jahr ansteht.

Von den 1 577 Wohnungen, die im Bestand der HWB sind, sind nur noch 56 Prozent öffentlich geförderter Wohnraum. Diese Zahl ist weiter rückläufig, weil bei immer mehr Wohnungen die Sozialbindungen auslaufen. Das bedeute aber nicht, dass nur noch Besserverdienende in HWB-Wohnungen könnten, betonte der Geschäftsführer. Mayr verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Mietpreis pro Quadratmeter in 80 Prozent der Wohnungen immer noch unter sechs Euro liegt.

307 Interessierte

Trotzdem gibt es in Hofheim wie im Rest des Rhein-Main-Gebiets einen enormen Bedarf an günstigem Wohnraum. Zum Jahresende lag die Zahl der Wohnungsinteressenten bei 307. Gleichzeitig sank die Zahl der Neuvermietungen im vergangenen Jahr auf 69, weil es sich offenbar immer mehr Mieter zweimal überlegen, ob sie aus der günstigen Wohnung ausziehen.

Über zwei Millionen Euro investiert die HWB in diesem Jahr in die energetische Sanierung von drei Objekten. In den zwölf Wohnungen im Königsberger Weg 36-40 wird die Fassade gedämmt und die Fenster werden ausgetauscht. In den neun Wohnungen in der Zeil 26 werden auch die Bäder mitgemacht und im Schlesierweg 1-7 wird für rund 1,2 Millionen die komplette Gebäudehülle sowie in den Wohnungen alles auf Vordermann gebracht. Im 7,6 Millionen Euro teuren und mittlerweile fertiggestellten Bauträger-Projekt in der oberen Hauptstraße sind bereits acht der insgesamt 20 Eigentumswohnungen verkauft. Zwei Drittel der rund 100 Stellplätze in der Tiefgarage sind öffentlich nutzbar. Fast genauso viel wird das HWB-Forum mit 21 (davon 16 geförderten) Mietwohnungen und fünf Gewerbeeinheiten verschlingen, wenn es im Frühjahr fertig ist. Ende diesen Jahres soll das Bürger-, Vereins- und Kulturzentrum fertig sein, das 3,5 Millionen Euro kostet. Derzeit wird dort schon der Außenputz angebracht und der Innenausbau läuft auf Hochtouren.

   
 
 
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