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Zum Tanken an die Steckdose Hofheim nimmt an Pilotprojekt teil/Elektroauto ohne Emissionen HOFHEIM Im Rahmen eines hessenweiten Pilotprojektes testet die Stadt Hofheim ein Elektroauto. Entwickelt wurde es vom Darmstädter Forschungs- und Entwicklungszentrum "Akasol". Von Angelika Heyer Zum "Tanken" in die heimische Garage statt zur Tankstelle? Bei dem Elektrofahrzeug, das die Stadt Hofheim jetzt testet, gehört reguläres Tanken der Vergangenheit an. Der Kastenwagen vom Typ Citroen Berlingo fährt mit Strom und wird deshalb über Nacht an einer Steckdose aufgeladen. Sechs bis acht Stunden dauert der vollständige Vorgang, dann reicht die Ladung der - 400 Kilogramm schweren - Batterie für eine Fahrstrecke von 50 bis 80 Kilometern. Größter Gewinn: Das Fahrzeug stößt kein Kohlendioxid aus und fährt praktisch geräuschlos. Der vierwöchige Testlauf in Hofheim ist Teil eines hessenweiten Projekts der "Umweltallianz Hessen", die von der Landesregierung und der Wirtschaft ins Leben gerufen wurde. Städte und Gemeinden aus ganz Hessen konnten sich für einen der insgesamt 37 Testeinsätze bewerben, die vom hessischen Umweltministerium finanziert werden. Hofheim wurde ausgewählt, und gestern überbrachte Felix von Borck, der Vorsitzende des Darmstädter Forschungs- und Entwicklungszentrums "Akasol", das Fahrzeug. Akasol hat sich auf die Entwicklung emissionsfreier Elektroautos spezialisiert und führt das Pilotprojekt im Auftrag des Ministeriums aus. Ziel des Projektes sei es, die Möglichkeiten und Grenzen der alltäglichen Nutzung von Elektrofahrzeugen, insbesondere im Lieferverkehr, über einen Zeitraum von einem Jahr zu testen, erläutert von Borck. Auf diese Weise wolle man heute schon erproben, "wie man in Zukunft Auto fahren kann" - angesichts der Umweltbelastungen und der Tatsache, dass Erdöl als Grundlage des herkömmlichen Benzins irgendwann zur Neige geht. Klimafreundlich sind die Fahrten mit dem Elektroauto vor allem dann, wenn Öko-Strom "getankt" wird. "Die Kommunen haben hier auch eine Vorbildfunktion", erläutert Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD), warum sie es für wichtig hält, dass sich die Stadt auf solch einen Versuch einlässt. Wenn sich das Elektrofahrzeug in der Praxis als tauglich erweist, werde man überlegen, sich über die Testphase hinaus eines anzuschaffen. Für das Doppelte der herkömmlichen Kosten für ein Auto "könnte die Stadt emissionsfrei fahren". Die höheren Kosten halten sowohl Stang als auch von Borck für vertretbar. Schließlich werde auch in Photovoltaikanlagen investiert, und da seien die Kosten zehnmal so hoch wie bei herkömmlicher Stromerzeugung. Selbstverständlich seien nicht alle der insgesamt 94 Fahrzeuge, die für die Stadt, den Bauhof und die Feuerwehr unterwegs sind, für eine Umrüstung geeignet. Aber dort, wo kurze Fahrten innerhalb der Stadt erledigt werden - zum Beispiel von den Hausmeistern der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft - könnten die Elektrofahrzeuge eine umweltfreundliche Alternative sein. Derzeit gebe es für die Kommunen die Möglichkeit, im Anschluss an die Testphase für drei Jahre ein Elektrofahrzeug zu bestellen, sagt von Borck. Im übrigen weist er darauf hin, dass es langfristig "um so billiger wird", je mehr Elektroautos nachgefragt würden. Die Probephase, während der das Elektroauto je eine Woche von der Stadt, der Wohnungsbaugesellschaft und der Firma Werner Rohr genutzt wird, ist ohnehin komplett kostenlos. Für die vierte Woche sucht die Stadt noch ein weiteres Unternehmen (Handwerker oder Lieferant), das sich am Test beteiligen möchte. Interessierte können sich kurzfristig beim Hofheimer Umweltbeauftragten Ulrich Disser, Rufnummer 06192/202286, oder Email udisser@hofheim.de melden. |
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