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29.06.2017Bürgerforum: Kritische Diskussion zur neuen Stadtbücherei
PRESSE-INFORMATION
HOFHEIM Das erste Bürgerforum im Beteiligungsprozess zur neuen Stadtbücherei brachte kritische Diskussionen, wertvolle Anregungen und interessante Ideen. Grundsätzlich herrschte eine eher skeptische Stimmung gegenüber dem Projekt. Am Mittwochabend hatte die Hofheimer Wohnungsbau GmbH (HWB) Bürgerinnen und Bürger in die Stadthalle eingeladen, um ihnen Raum zu geben, ihre Vorstellungen zu Gebäude und Konzept der neuen Stadtbücherei einzubringen.
„Dieses Forum ist ein wichtiger Schritt, um das Vergabeverfahren an ein Architekturbüro transparent und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten“, sagte Hofheims Bürgermeisterin und HWB-Aufsichtsratsvorsitzende Gisela Stang. „Wir sind sehr zufrieden mit der regen Beteiligung und machen uns nun an die Auswertung. Die Teilnehmer haben uns viele spannende Punkte in unser Hausaufgabenheft geschrieben, die nun im weiteren Verfahren eine wichtige Rolle spielen werden“, erklärte HWB-Geschäftsführer Norman Diehl am Ende der Veranstaltung.
Unter der Moderation von Prof. Dr. Ursula Stein hatte es zunächst Informationen zur Historie und zum aktuellen Stand des Projekts gegeben. Im Anschluss an eine Fragerunde konnten die Bürgerinnen und Bürger dann ihre Hinweise auf Karten schreiben und an eine der Thementafeln kleben. Zu den Themen „Altstadt und Umfeld“, „Nutzungen“, „Zugänge und Zufahrten“ und „Über was sonst noch gesprochen werden sollte“ gaben die Teilnehmer ihre Meinungen ab.
Bei einer ersten Durchsicht der Tafeln kristallisierten sich interessante Hinweise heraus. Beispielsweise, dass eine großzügige Bücherei mit viel Luft und einem ebenerdigen Zugang in Richtung Kellereiplatz gewünscht wird. In Teilen wurde eine Nutzung durch Wohnungen und durch ein Kreditinstitut kritisch gesehen. Wobei sich manche eine reine Büchereinutzung wünschen, andere hingegen nur das Verhältnis der Flächen zugunsten der Bücherei verändern wollen. In jedem Fall soll es aber einen Lesegarten und ein Lese-Café geben. Sorgen äußerten viele bei der Gestaltung der Parkplätze. Sowohl ein mögliches erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Pfarrgasse sowie mögliche Nachteile für Nachbargebäude durch eine Tiefgarageneinfahrt in Richtung der Altstadt stören viele Teilnehmer.
Entscheidend ist für eine Mehrheit die Außenwirkung des Gebäudes. Es soll möglichst nicht zu massig wirken und sich optisch an die Altstadt anpassen. Einladende Eingänge für die Bücherei in Richtung des Kellereiplatzes sollen helfen, die Bibliothek zu einem Raum für Begegnung, Erlebnis und Bildung zu machen. Zu vermeiden ist eine einengende Gestaltung der Fassade sowohl in der Elisabethenstraße als auch in der Pfarrgasse durch ein zu hohes Gebäude mit monotoner, ununterbrochener Außenhülle. In diesem Zusammenhang sind den Teilnehmern des Forums Freiflächen auf dem gesamten zu bebauenden Areal sehr wichtig.
In der Kategorie „Über was sonst noch gesprochen werden sollte“ kamen sehr viele Vorschläge. Ideen wie „Urban Farming auf dem Dach“, ein Glasdach, helle Räume und eine mögliche Erweiterung der Tiefgarage sind wichtige Anregungen für die Architekten.
Die ausführlichen Ergebnisse und Analysen sowie die Fotos der Thementafeln sind im Laufe der kommenden Woche auf der Internetseite der Stadt Hofheim unter www.hofheim.de abrufbar.
Ansprechpartner für die Presse
Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus
Jonathan Vorrath, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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